**Auch in Tracht wurde gewählt**

Auch in Tracht wurde am 11. Sept. 2011 gewählt Foto: Fritz Bartels

Altenburg 1

Ottersberger Trachtengruppe in Altenburg am 2 Juni 2012 Foto: K.-H.

Trachten

Trachtengruppe beim Spaziergang in Altenburg am 2. Juni 2012
Foto: Heike Dörl

Trachtengruppe in Steinberg

Trachtengruppe in Steinberg am 27. August 2011 Foto: K.-H. Dörl

Trachtengruppe mit Torflore

Trachtengruppe mit Torflore in Steinberg am 27. August 2011
Foto: K.-H. Dörl

Trachtengruppe

Ottersberger Trachtengruppe vor dem Rektorhaus
Foto: K.-H. Dörl

Trachten mit Spinnrad

Sonntagstracht, Arbeitstracht und Männertracht

Ottersberger Trachtengruppe

Ottersberger Trachtengruppe

Brautwagen beim Marktumzug 2008

Trachtengruppe beim Marktumzug 2008

Trachtengruppe in Grasberg

Trachtengruppe in Grasberg 2010 Foto: Heike Dörl

Trachten in Bremen

Trachtengruppe in Bremen unterwegs mit der historischen Straßenbahn am 11. 08. 2013
Foto: Heike Dörl

Schnoor

Trachtenguppe im Schnoorviertel von Bremen am 11. 08. 2013
Foto: Heike Dörl

Trachten aus Ottersberg, Fischerhude und Umgebung.

Die nachfolgenden Zeilen enthalten die Mitteilungen einer alten Dame, die in ihrer Jugend ein so lebhaftes Interesse an der Tracht ihrer Heimat hatte, dass sie es nicht lassen konnte, schon als Kind deren eigenartige Schönheiten mit dem Stift festzuhalten. Die Trachten von Ottersberg und Fischerhude sind eingehend beschrieben, die der Ortschaften Sottrum, Taaken, und Bassen nur flüchtig gestreift, da sich diese im wesentlichen an die Trachten der zuerst genannten Ortschaften anlehnen.

Die Festkleidung der Frauen von Ottersberg Fischerhude, auch Wilstedt, Quelkhorn und Otterstedt bestand zunächst aus einem feinen, schwarzen Tuchrock und gleichem Mieder, dem sogenannten Spenzer, einer großen faltigen Schürze, der Schnebbenmütze, einem Tuch und niedrigen Schuhen. Der lange Rock war am Bunde gefaltet (jedoch nicht plissiert) und unten mit einem Sammetband besetzt. Das Mieder war bis zur Taille, wo es mit einer silbernen Schnalle zusammengehalten wurde, breit ausgeschnitten (Abbildung zwei und drei) welcher Ausschnitt sowie auch die halblangen Ärmel am Rande mit einem breiten Sammetstreifen oder auch zwei schmalen seidenen Tollen verziert war. Das mittelhelle, mit bunter Kante versehene Tuch, in der Art wie es noch in der Sittenser Gegend gebräuchlich ist, wurde (im Gegensatz zu anderen Trachten) unter das Mieder gesteckt und oben am Halse mit einer silbernen Nadel festgehalten, von wo aus silberne Ketten bis auf das Gürtelchloß fielen. Zum Festkleid gehörte auch die weite, seidene Schürze. Die Schnebbenmütze, mit zwei nach oben stehenden Spitzen, nach hinten mit breiten, bis zur Taille reichenden Bändern versehen. Zum Abendmahl sollen sie einen ins Gesicht fallenden Spitzenstrich getragen haben. Obgleich große Wohlhabenheit herrschte, gingen die Frauen, namentlich im Winter, in Holzschuhen zur Kirche. (Fischerhude war nach Wilstedt eingepfarrt, doch befand sich in Fischerhude eine Rektorschule.) Das Alltagskleid war meistens aus halbwollenen, selbstgewebten Stoffen gefertigt, wozu eine dunkle, bedruckte Schürze gehörte. Die alten Frauen banden sich über Stirn und Mütze noch ein Tuch, das sogenannte „Bintjen“, eine Binde also. Bei den jungen Mädchen wies der Spenzer, der aus feinem, schwarzem Stoff oder auch Seide hergestellt war, zum Unterschied von den Frauen, bunten Besatz aus Seiden- oder gepresstem Sammetband auf; auch der Rock war dann damit verziert. Runde, goldene Ohrringe, die eingereihten Perlen vervollständigten den kleidsamen Anzug. Gang und Haltung der Fischerhuderinnen waren von einer schönen, ruhigen Würde, und die schmal zulaufenden Haubenbänder gaben dem Gesicht etwas Feines, sodass die Erscheinung der Fischerhuderin fast vornehm zu nennen war. Die Männer trugen kurze blaue Tuchjacken mit Silberknöpfen und runde Mützen mit Schirm; zur Kirche Zylinder und langen schwarzen Rock; im Hause eine schwarze wollene Zipfelmütze. In Quelkhorn waren die Mützen mit rotem Mustern versehen, die in der französischen Zeit dem durchziehenden Kosakenvolk so sehr gefielen, daß sie viele dieser Mützen mitgehen ließen. Abenteuerlich und zugleich komisch sollen sie beim Durchzug durch Ottersberg ausgesehen haben, mit Pfeil und Bogen bewaffnet und die bekannte Quelkhorner Zipfelmütze auf dem Kopf. Die Tracht der Ottersbergerin mag in früheren Zeiten der der Fischerhuderinnen mehr geähnelt haben, da in Ottersberg auch die Schnebbenmütze, doch ohne die aufrecht stehenden Spitzen, gebräuchlich war; um das Jahr 1850 war jedoch schon die einfache sogenannte „Dreepandmütze“ in Ottersberg eingebürgert. Die Ottersberger Frauen trugen ein „Kleed“ d.h. ein Gewand, aus Tuch mit Taille (nicht Mieder), welches lange Ärmel und einen langen Rock aufwies; Rock- und Ärmelstreifen sowie Gürtel waren wiederum aus Sammetband. Die Braut, auch in Otterstedt und auf den Dörfern, trug ein weißes gesticktes Tuch und ebensolche Schürze. Die Brautkrone, bestand aus Flitter, Perlen und Blumen und mit etwa 20 langen, breiten Bändern geschmückt, wurde von der Pastorin nur an ehrbare Mädchen verliehen. Das Arrangement des Halskettchens und der Brosche, sowie der silbernen Brustkettchen (von zwei Kronennadeln gehalten) zeigt Abbildung 1. Das Taschentuch wurde spitz, „timpig“ gefasst. Die Kosten für das Festkleid waren durchaus nicht klein, doch pflegte es dann auch zeitlebens als Festgewand zu gelten, da es sehr geschont und in Ehren gehalten wurde. Mädchen, die ihre Ehre nicht gewahrt hatten, durften zum Abendmahl keine weiße Mütze aufsetzen, sondern mussten eine schwarze tragen. Auch das Tragen der landesüblichen bunten Kränze, mit denen die jungen Mädchen sich auf Hochzeiten schmückten, war ihnen versagt. Wie aus den Abbildungen ersichtlich, trugen die Frauen aus der Umgebung Sottrums, aus Nartum und Taaken das Tuch unter dem Spenzer, und zum Unterschied von anderen Ortschaften, das Haar zurückgekämmt, statt gescheitelt.
Ottersberger Braut mit Brautkrone und alte Trachten aus Ottersberg und Fischerhude

Ottersberger Braut mit Brautkrone und alte Trachten aus Ottersberg und Fischerhude

Geldkatzen

Geldkatzen. Größe der oberen Katze 35cm. Größe der unteren Katze 29cm. Foto: K.-H. Dörl

Um eine Geldkatze herzustellen wurde in früheren Zeiten der Balg einer Katze verwendet.
Die hier abgebildeten Geldkatzen wurden im 19. Jahrhundert hergestellt, oftmals wurden sie mit kunstvollen
Perlenstickereien verziert.
Die Katze besteht aus zwei Beuteln die durch einen Schlitz befüllt und mit Ringen verschlossen werden.
Die Geldkatze wird entweder nach außen sichtbar oder unter der Kleidung getragen.


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